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 STETS AKTUELL .

Gehen wir ein Stück

„Komm, gehen wir ein Stück…“ Gemeinsam gehen heißt, sich Zeit zu nehmen: für sich, für gemeinsame Beobachtung, Kontemplation, Reflexion und neue Sichtweisen.
Coaching, Training oder Beratung weisen viele Gemeinsamkeiten mit dem gemeinsamen Gehen auf: Ein Coachee lädt mich ein, ein Stück seines oder ihres Weges gemeinsam zu gehen. Wir kommunizieren, reflektieren, definieren gemeinsam Ziele und entdecken neue Wege dorthin.
Das Spazierengehen hingegen unterscheidet sich vom reinen Gehen durch sein gemächliches Tempo und seine Ziellosigkeit. Beides Konzepte, die sich in der Arbeitswelt größter Unbeliebtheit erfreuen. Dabei bietet der Spaziergang gerade aufgrund seiner gemächlichen Ziellosigkeit Raum für die Freiheit der Gedanken, für Innovation, für das Verlassen festgefahrener Gedanken-Konstrukte. Denn manchmal sitzt man wortwörtlich auf eigenen Gedanken-Konstrukten fest. Stillstand. Ein Spaziergang kann diese festsitzenden Gedanken wieder leichtgängiger machen – und die frische Luft trägt ihr Übriges dazu bei. Denn:
„Gedanken wollen oft - wie Kinder und Hunde -, dass man mit ihnen im Freien spazieren geht.“ (Christian Morgenstern, 1871 – 1914, dt. Schriftsteller)
Gemeinsam, situativ passend eingesetzt, können Gehen und Spazierengehen im Coaching und in der Führung ihre konstruktiven Wirkungen entfalten.
Ein 2017 im Journal der American Psychological Association veröffentlichter Artikel1 von C. E. Webb et. al. verweist auf die positiven Wirkungen des gemeinsamen Gehens auf den Menschen – vor allem in Konfliktsituationen. So unterstützt das gemeinsame Gehen die Versöhnung und fördert ein Gefühl des wortwörtlichen Fort-Schritts. In festgefahrenen Konflikten fördert gemeinsames Gehen die Motivation sich weiterzubewegen, Positionen aufzugeben, neue Wege zu beschreiten.
Die Metaphorik so manch alltäglicher Ausdrücke zeigt deutlich unsere verbale Verbindung zur Bewegung. Bewegung unterscheidet uns von „leblosen“ Objekten. Bewegung ist ein Zeichen des Lebens und lebender Wesen. Durch die Metaphorik der Bewegung können wir so vieles über unsere Beziehungen und Gefühle zum Ausdruck bringen: „Das geht so nicht weiter!“ – „Er/sie bewegt sich kein Stück!“ – „Da gehen unsere Sichtweisen auseinander.“ – „Endlich kommt Bewegung in die Sache!“ – „Es geht alles! Nur die Frösche hupfen!“ (schwäbisches Sprichwort)
Ich gehe gerne alleine und gerne zusammen. Manchmal erhöhe ich auch gerne das Tempo und beschleunige das Gehen zum Jogging. So schwer sich die Zieldefinition und die Wahl des richtigen Weges in der Berufswelt zuweilen zu präsentieren scheint, so einfach und intuitiv erscheint da häufig die Wahl des Zieles und des Weges beim Laufen oder Gehen. Hat man zu optimistisch geplant und die eigene Kondition überschätzt so geht man ein Stück langsamer, kürzt ab oder trainiert sich in den nächsten Wochen schrittweise an das ursprüngliche Ziel heran. „Agile Jogging“ könnte man das nennen.
Das Jogging in der Gruppe wiederum kann indes eine Menge über die soziale Struktur der Gruppe aussagen. Wer definiert ein attraktives Lauf-Ziel? Wird der Weg dorthin gemeinsam bestimmt (und wenn ja, wie und nach welchen Kriterien)? Wer läuft vorne, wer hinten und was sagt dies bspw. über das Sozialverhalten innerhalb der Gruppe aus? Und (wie) stellt die Gruppe sicher, dass nach einem gemeinsamen Start unterwegs niemand abgehängt wird?
Während des Joggings stellt sich dann vielleicht auch ein gemeinsamer Rhythmus ein. Wer schon einmal mit einem Partner gelaufen oder gejoggt ist, der kennt vielleicht das Phänomen der Schritt-Synchronisation, die sich unbewusst einschleicht oder bewusst herbeigeführt wird.
Scott S. Wiltermuth & Chip Heath2 stellten 2009 in ihrer Studie fest, dass sich bei synchronen Gruppenaktivitäten, wie Singen, Tanzen oder Marschieren, die Kooperationsbereitschaft der Beteiligten erhöht. Synchronisation fördert nämlich die soziale Bindung der Beteiligten. 

Synchronisation zweier Organismen lässt schließlich einen neuen Organismus entstehen. Und wie gelingt Synchronisation und Zusammenspiel in einer Organ-isation? Das Spazierengehen – ob gemächlich oder zügig – zeigt, wie es gehen kann.
Gehen sie doch einmal mit Ihrem Team oder Ihrem Kollegen spazieren oder Joggen und unterstützen Sie dadurch Konfliktklärung, Personalgespräch oder Teambuilding.
Und falls Ihnen das deutsche Wort „Spazierengehen“ oder „gemeinsam Gehen“ zu altbacken daherkommt, geben Sie dem Konzept einfach eine anglisierte Bezeichnung: „Walk to Talk“ oder kurz: „Walky-Talky“.
Also dann: Let’s go!
Philipp Wiegand
Senior Consultant
Quellen:
1Webb, C. E. et al.: Stepping forward together: Could walking facilitate interpersonal conflict resolution? American Psychologist, 2017, 72(4), 374-385.
2Wiltermuth, S. S. & Heath, C.: Synchronisation and Cooperation. Psychological Science, Vol. 20, Issue 1, pp. 1-5, published Jan 1st 2009.

Ihr Kick-off 2018!

Aktuelle und spannende Vorträge, Open Space, souveräne und charmante Moderation, interaktive Marktplätze, … die Möglichkeiten sind groß - haben Sie sich schon entschieden?
Damit auch Ihr Kick-off zu einem vollen Erfolg wird, konzipieren wir für Sie die optimalen Methoden und bringen Sie mit Ideen und Know-how Ihren Zielen näher.
Ob mit einer Challenge, einem Filmteam, Cup Game oder erfahrenen Business-Schauspielern. Wir bieten die Rahmenbedingungen mit unserer Expertise und unserem Team.
Bitte sprechen Sie uns an.

Zertifikatsprogramm Change Beratung - Führen von Veränderungen

Der Schwerpunkt des Programms liegt auf dem Umgang mit Widerständen im Veränderungsprozess. Sie als Teilnehmer erhalten das erforderliche Wissen und entwickeln die Handlungskompetenz, um zu beurteilen, an welchen Stellen Widerstand zu erwarten ist und welche Vorgehensweisen erfolgversprechend für Change Projekte in Ihrem Unternehmen sind.


Inhalte
Modul 1:
Start/Willkommen/Überblick Programm Systemische Grundlagen Transferarbeit: Themenvorstellung der Teilnehmer Macht –und Mikropolitik

Modul 2:
Kulturveränderung und Kreativität Thinking out of the box: Change Theater Selbstmanagement im Change

Modul 3:
Change Beratung Widerstände im Change Prozess

Modul 4:
Präsentation der Transferarbeiten Kommunikation in Veränderungsprozessen


Die EBS Executive Education - Teil der EBS Universität für Wirtschaft und Recht - hat frühzeitig die Bedürfnisse professioneller Weiterbildung identifiziert und ist seit Jahrzehnten erfolgreich am Markt etabliert. Sie genießt einen erstklassigen Ruf durch die optimale Verbindung von Theorie und klarer Praxisorientierung.

Wir freuen uns, Sie als Teilnehmer/in auf dem EBSCampusSchloss im Rheingau begrüßen zu dürfen.

HIER finden Sie die Programmbroschüre und HIER den Zeitplan.

Weitere Infos erhalten Sie unter http://www.ebs-mmi.de/de/zertifikatsprogramme/change-beratung.php.

 

Führungskonzept Fokus Führung

Führungskräfte führen Mitarbeiter, Teams, Bereiche oder ganze Unternehmen. Anvertraute Menschen produktiver machen und anspruchsvolle Ziele erreichen. Konflikte erfolgreich bewältigen und als Motivator nachhaltig Impulse setzen.

Kann Führung also nur von Naturtalenten überzeugend gelebt werden? Nein, denn Talent alleine reicht nicht aus. Training ist der Schlüssel - genau wie bei erfolgreichen Sportlern. Wenn also Führungskräfte immer wieder konsequent an sich arbeiten, neueste Erkenntnisse integrieren und von den Erfahrungen anderer profitieren, ist viel mehr möglich!

In unserem Trainingskonzept Fokus Führung erleben und erarbeiten Sie gemeinsam mit anderen Führungskräften aus unterschiedlichen Branchen, wie Sie erfolgreich und nachhaltig als Leader wirken können.

Dr. Rolf Schulz und Uwe Jant gestalten Fokus Führung lebendig und praxisgerecht. Dabei konzentrieren sie sich auf konkrete Situationen in den Unternehmen und verzichten auf theoretisch-verklausulierten Ballast.

Dieser Rundumblick konzentriert sich auf folgende Module:

Ich: Eine Person und viele Rollen

> Führungsprofil-Analyse
> Psychologische Aspekte der Persönlichkeit
> Reflexion und Persönlichkeitsentwicklung
> Rollenkonzepte Führung (Definition, Gestaltung, Durchsetzung)

Ich und die anderen: Beziehungen gestalten, Wirkung erzielen

> Effektive Kommunikation für Führungskräfte
> Beziehungen gestalten und tragfähig machen
> Führung im Wandel - Veränderungsprozesse steuern
> Konflikte klären – Energie nutzen
> Wirksam führen – agil handeln

Ich, die anderen und das Umfeld: Stakeholder und Organisation

> Werte und Kultur in der Organisation
> Führen in neuen Arbeitswelten
> Erwartungsmanagement 360°
> Cross-funktionale Verantwortung

 

Hier finden Sie die Rahmendaten

 

RSC Der Pate

Rolf Schulz HR Consultants veröffentlicht Video auf Youtube. Es geht um Konflikte. Unbedingt anschauen!

Unsere Kunden haben uns mehrfach darum gebeten und wir gehorchen gerne: unser allererstes Video auf Youtube zeigt mit einem Augenzwinkern, wie heutzutage in Unternehmen Konflikte geklärt werden. Da kann es auch schon mal ganz handfest und ruppig zugehen. Selbst der Kopierer wird hier zum Austragungsort von Streitigkeiten.

Wir wüssten gerne, wie Ihnen unser Video gefallen hat? Haben Sie vielleicht Wünsche für die nächsten Videos, die wir auf unserem Youtube-Kanal zeigen werden?

Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen.

zum Video

Man kann Konflikte in Unternehmen klären auf die italienische Art - muss man aber nicht. Wir zeigen Ihnen, wie man solche Konflikte produktiv gestalten kann: professionell, praxistauglich und wissenschaftlich fundiert.

Ciao,
Ihr Rolf Schulz

 

Neues von Rolf Schulz

 

 

Interview im Fachmagazin ke NEXT Ausgabe 11-12/2014 mit Rolf Schulz:

„Dem Ingeniör ist nichts zu schwör funktioniert nicht“

 

 

Wenn Spannungen am Arbeitsplatz lange genug vor sich hinschwelen, bezeichnet man irgendwann den Kollegen nur noch als Troll, dem man am liebsten aus dem Weg gehen würde. Damit es erst gar nicht soweit kommt, hat ke NEXT mit dem Konfliktcoach Rolf Schulz darüber gesprochen, wie man Feindseligkeiten am Arbeitsplatz effizient in den Griff bekommt und einer Eskalation vorbeugt.

 

Hier lesen Sie den vollständigen Artikel.

Praxis Tipp

 Hier können Sie den vorigen "Praxis Tipp" noch einmal nachlesen.

 

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